Geografie von Japan: Inseln, Berge und Natur

Die Geografie von Japan wird durch die Lage am Pazifischen Feuerring bestimmt. Das Land ist ein schmaler Archipel mit steilen Bergen, aktiven Vulkanen und kurzen, reißenden Flüssen. Diese Merkmale erklären die vielen heißen Quellen, die häufigen Erdbeben und die Konzentration der Städte auf schmalen Ebenen.

Fläche und Inseln

Japan umfasst etwa 378.000 Quadratkilometer und ist damit etwas größer als Deutschland. Eine Zählung von 2023 ergab 14.125 Inseln, doch der Großteil des Landes entfällt auf die vier Hauptinseln Honshu, Hokkaido, Kyushu und Shikoku. Okinawa ist das Zentrum einer Inselkette, die sich in Richtung Taiwan erstreckt.

Berge und Vulkane

Berge und Hügel bedecken etwa drei Viertel des Landes, Wälder etwa zwei Drittel. Die Japanischen Alpen in der Mitte Honshus haben mehrere Gipfel über 3.000 Meter. Der Fuji, ein aktiver Vulkan, ist mit 3.776 Metern der höchste Berg. Japan zählt 111 aktive Vulkane, darunter Sakurajima in Kagoshima und Aso in Kumamoto, die von der Wetterbehörde überwacht werden.

Flüsse, Seen und Küsten

Die Flüsse sind kurz und schnell, der längste, der Shinano, misst etwa 367 Kilometer. Der Biwa-See bei Kyoto ist der größte See des Landes. Über 29.000 Kilometer Küste wechseln zwischen Felsklippen, Sandstränden und den ruhigen Gewässern der Seto-Inlandsee.

Klimazonen

ZoneBeispieleMerkmale
SubarktischHokkaidoLange, schneereiche Winter, kühle Sommer
Japanische SeeNiigata, KanazawaViel Schnee im Winter
PazifikseiteTokio, OsakaTrockene Winter, heiße, feuchte Sommer
BinnenlandNaganoGroße Temperaturunterschiede, wenig Regen
SubtropischOkinawaGanzjährig mild

Naturgefahren

Die Geografie von Japan bringt Erdbeben, Tsunamis, Taifune, starken Schneefall und vulkanische Aktivität mit sich. Bauvorschriften, Warnsysteme und Katastrophenübungen gehören zu den fortschrittlichsten der Welt. Sicherheitstipps stehen im Ratgeber zu Erdbeben in Japan.

Was das für die Reise bedeutet

Wegen der Berge sind Tunnel und Brücken unverzichtbar, und Shinkansen fahren durch lange Tunnel. Vulkanische Aktivität speist Tausende Onsen, und die Länge des Landes erlaubt es, im selben Monat in Hokkaido Ski zu fahren und auf Okinawa zu baden.

Nationalparks

Japan hat 35 Nationalparks, darunter Shiretoko und Daisetsuzan in Hokkaido, Chubu Sangaku in den Japanischen Alpen, Fuji-Hakone-Izu nahe Tokio und Yakushima mit seinen subtropischen Wäldern. Man wandert, badet in Onsen und begegnet Hirschen, Affen oder in Hokkaido sogar Braunbären.

Heiße Quellen

Vulkanische Wärme speist über 27.000 Quellen. Beppu und Yufuin auf Kyushu, Kusatsu in Gunma, Hakone nahe Tokio und Noboribetsu in Hokkaido gehören zu den bekanntesten Onsen-Orten, jede Quelle mit eigenen Mineralien, Farben und Wirkungen.

Land und Meer

Da es wenig Ebenen gibt, ziehen sich Städte entlang der Küsten und Täler, und Reisterrassen klettern die Hänge hinauf. Der Flughafen Kansai, Haneda und Teile der Bucht von Tokio liegen auf aufgeschüttetem Land. Japan grenzt an die Japanische See, den Pazifik, das Ochotskische Meer und das Ostchinesische Meer; das Zusammentreffen warmer und kalter Strömungen macht die Küstengewässer zu reichen Fischgründen.

Inseln abseits der Hauptrouten

Inseln wie Sado, Naoshima, Yakushima oder die Goto-Inseln zeigen die Vielfalt der Geografie von Japan, von Reisfeldern bis zu uralten Zedernwäldern, und sind mit Fähren oder kurzen Flügen erreichbar. Wer die Landschaften vergleichen möchte, kombiniert am besten Berge, Küste und eine Insel in einer Reise. So erlebt man viele Facetten. Weitere praktische Hinweise finden Sie in den passenden Ratgebern weiter unten.

Offizielle Quelle: Japanische Fremdenverkehrszentrale (JNTO)

Häufige Fragen

Wie viele Inseln umfasst die Geografie von Japan?

Eine Zählung von 2023 ergab 14.125 Inseln, doch Fläche und Bevölkerung konzentrieren sich auf vier Hauptinseln.

Welcher ist der höchste Berg Japans?

Der Fuji, ein aktiver Vulkan südwestlich von Tokio, mit 3.776 Metern.

Warum gibt es in Japan so viele Erdbeben?

Japan liegt am Pazifischen Feuerring, wo mehrere Erdplatten aufeinandertreffen; das erklärt auch Vulkane und heiße Quellen.