Verkehrsmittel in Japan: Züge, Busse, Flüge und Auto
Die Verkehrsmittel in Japan sind für Pünktlichkeit, Sicherheit und Sauberkeit bekannt. Züge verbinden fast alle Städte, Busse schließen die Lücken, und Inlandsflüge sowie Fähren erreichen die Inseln. Außer im ländlichen Hokkaido, auf Okinawa und in abgelegenen Gegenden brauchen die meisten Reisenden kein Auto.
Mit dem Zug
Das Netz besteht aus den Shinkansen, den Strecken der sechs Gesellschaften der JR-Gruppe, privaten Bahnen und den U-Bahnen der Städte. Der Shinkansen fährt von Tokio nach Osaka in rund zweieinhalb Stunden und nach Hiroshima in etwa vier Stunden. In den Städten verkehren U-Bahnen und Vorortzüge im Abstand weniger Minuten. Mehr dazu im Ratgeber zu Zügen und IC-Karten.
IC-Karten
Aufladbare IC-Karten wie Suica, PASMO oder ICOCA gelten in Zügen, U-Bahnen und Bussen der großen Regionen und in vielen Geschäften. Man hält sie einfach an die Sperre und muss nicht für jede kurze Fahrt ein Ticket kaufen.
Bahnpässe
Der landesweite Japan Rail Pass erlaubt 7, 14 oder 21 Tage unbegrenzte Fahrten auf den meisten JR-Strecken. Seit den Preiserhöhungen sind regionale Pässe von JR East, JR West, JR Central, JR Kyushu oder JR Hokkaido für Routen in einer Region oft günstiger.
Mit dem Bus
Fernbusse verbinden die Großstädte zu einem Bruchteil des Zugpreises, zwischen Tokio, Osaka und Kyoto auch über Nacht. Linienbusse sind in Kyoto, in den Bergen und auf den Inseln unverzichtbar, und die meisten akzeptieren IC-Karten. Flughafenbusse fahren direkt zu großen Hotels.
Mit dem Flugzeug
Für lange Strecken wie Tokio nach Sapporo, Fukuoka oder Okinawa spart das Flugzeug Zeit. Japan Airlines, ANA und Billigflieger wie Peach oder Jetstar Japan bieten viele Verbindungen, manche auch spezielle Tarife für ausländische Besucher.
Mit der Fähre
Fähren fahren nach Miyajima, Naoshima oder Sado, und Nachtfähren verbinden Honshu mit Hokkaido, Shikoku und Kyushu.
Taxis und Apps
Taxis sind sauber und sicher, die Türen öffnen sich automatisch. In Tokio kostet der Grundpreis etwa 500 ¥, dazu kommen Kilometer- und Nachtzuschläge. In Großstädten funktionieren auch Fahrdienst-Apps.
Mit dem Mietwagen
Mit einem deutschen, österreichischen oder Schweizer Führerschein braucht man statt eines internationalen Führerscheins eine offizielle japanische Übersetzung, die etwa der Japanische Automobilclub JAF ausstellt. Es herrscht Linksverkehr, und die Autobahnmaut ist hoch. In Städten ist das Parken teuer und knapp, daher lohnt sich der Wagen vor allem auf dem Land.
Gepäck und Barrierefreiheit
Gepäckdienste (takkyubin) bringen Koffer meist über Nacht für einige tausend Yen zum nächsten Hotel oder zum Flughafen. Große Bahnhöfe haben Aufzüge und Blindenleitsysteme, und auf Wunsch legt das Personal eine Rampe für Rollstühle an. Die Verkehrsmittel in Japan sind leicht zu nutzen: Tokio–Kyoto dauert mit dem Shinkansen etwa 2 Stunden 15 Minuten, Osaka–Hiroshima rund 1 Stunde 30 Minuten.
Die richtige Kombination
Für die meisten Reisenden funktioniert eine einfache Mischung am besten: eine IC-Karte für alle kurzen Fahrten, Shinkansen-Tickets oder ein Bahnpass für die langen Strecken und Busse dort, wo keine Bahn fährt. Wer nach Hokkaido oder Okinawa will, nimmt ab Tokio oder Osaka das Flugzeug.
Ratgeber in diesem Bereich
Offizielle Quelle: Japan Automobile Federation, Autofahren in Japan
Häufige Fragen
Welche Verkehrsmittel in Japan eignen sich für Reisende am besten?
Für kurze Strecken die Bahn mit IC-Karte, für lange Strecken ein Bahnpass oder Shinkansen-Tickets, ergänzt durch Busse oder Inlandsflüge.
Sind die Verkehrsmittel in Japan teuer?
Stadtbahnen und Busse sind günstig. Shinkansen und Taxis kosten mehr, daher für lange Strecken Pässe, Busse und Flüge vergleichen.
Fahren die Züge die ganze Nacht?
Nein. Die meisten Stadtlinien enden gegen Mitternacht und starten gegen 5 Uhr wieder, daher den letzten Zug oder ein Taxi einplanen.