Wetter in Japan nach Monaten: Temperaturen, Regen und Tipps
Japan erstreckt sich über rund 3.000 Kilometer von Nord nach Süd, daher unterscheidet sich das Wetter in Japan stark zwischen dem verschneiten Hokkaido und dem subtropischen Okinawa. Die Tabelle zeigt die Monatswerte für Tokio, die denen von Kyoto und Osaka ähneln, gefolgt von Hinweisen zu den anderen Regionen.
Tokio Monat für Monat
| Monat | Durchschnittstemperatur | Was zu erwarten ist |
|---|---|---|
| Januar | Etwa 5 °C | Kalt, trocken und sonnig |
| Februar | Etwa 6 °C | Kalt, gelegentlich Schnee |
| März | Etwa 9 °C | Mild, erste Kirschblüten Ende des Monats |
| April | Etwa 14 °C | Angenehm, Kirschblüte am Monatsanfang |
| Mai | Etwa 19 °C | Warm und sonnig |
| Juni | Etwa 22 °C | Beginn der Regenzeit |
| Juli | Etwa 26 °C | Ende der Regenzeit Mitte Juli, danach heiß und schwül |
| August | Etwa 27 °C | Heißester Monat, oft über 33 °C |
| September | Etwa 23 °C | Warm, Taifungefahr |
| Oktober | Etwa 18 °C | Trocken und angenehm |
| November | Etwa 12 °C | Kühl, Herbstlaub Ende des Monats |
| Dezember | Etwa 8 °C | Kalt und trocken |
Regionale Unterschiede
- Hokkaido: lange, schneereiche Winter von Dezember bis März, kühle Sommer fast ohne Regenzeit, Herbstfarben im Oktober.
- Küste der Japanischen See (Kanazawa, Niigata, Japanische Alpen): viel Schnee im Winter, ideal zum Skifahren.
- Pazifikküste (Tokio, Nagoya, Osaka): trockene, klare Winter und heiße, feuchte Sommer.
- Kyushu und Shikoku: milde Winter, ausgeprägte Regenzeit und Taifunrisiko.
- Okinawa: subtropisch, etwa 17 °C im Januar und 29 °C im Sommer, Regenzeit im Mai und Juni, Taifune von Juli bis Oktober.
Regenzeit und Taifune
Die Regenzeit, tsuyu genannt, bringt von Anfang Juni bis Mitte Juli auf Honshu, Shikoku und Kyushu häufigen, oft leichten Regen, in Okinawa beginnt sie früher. Taifune treffen vor allem den Süden und die Pazifikküste von August bis Oktober und können Flüge und Züge für ein bis zwei Tage ausfallen lassen. Die Japanische Wetterbehörde veröffentlicht Warnungen auch auf Englisch.
Das Wetter in Japan richtig einschätzen
Durchschnittswerte verbergen starke Gegensätze: Ein Novembertag kann in der Sonne warm und abends kalt sein, und die Sommerfeuchte lässt 30 °C deutlich heißer wirken. Die Vorhersage einige Tage vor der Abreise prüfen und auf Zwiebellook setzen. Weitere Hinweise stehen in der Packliste.
Hitze und Kälte
Hitzschlag ist im Juli und August ein echtes Risiko: regelmäßig trinken, Schatten suchen und Pausen in klimatisierten Räumen einlegen. Im Winter sind Gebäude oft schlechter gedämmt als in Mitteleuropa, warme Kleidung für die Abende ist daher auch in Tokio sinnvoll.
Tageslicht und Berge
Im Winter sind die Tage kurz, in Tokio geht die Sonne im Dezember gegen 16:30 Uhr unter, im Juni erst gegen 19 Uhr. Die Temperatur sinkt um etwa 6 °C pro 1.000 Höhenmeter, daher sind Fuji, Japanische Alpen und Hakone deutlich kühler als die Küste. Mit den Vorhersagen und dem Regenradar der Wetterbehörde lassen sich Ausflüge auch in der Regenzeit gut planen.
Was das für die Reiseplanung bedeutet
Wer flexibel ist, legt Gartenbesuche und Wanderungen auf trockene Tage und hält Museen, Kaufhäuser oder Onsen für Regentage bereit. Gerade im Frühjahr und Herbst kann sich das Wetter in Japan innerhalb eines Tages deutlich ändern, daher lohnt ein täglicher Blick auf die Vorhersage.
Offizielle Quelle: Japanische Tourismusbehörde, Reiseinformationen
Häufige Fragen
In welchen Monaten ist das Wetter in Japan am besten?
April, Mai, Oktober und November bieten in den meisten Regionen milde Temperaturen und wenig Regen.
Schneit es in Tokio?
Selten. Tokio erlebt in manchen Wintern einige Tage mit leichtem Schnee, während die Japanischen Alpen und Hokkaido jedes Jahr viel Schnee bekommen.
Wann ist Taifunsaison in Japan?
Vor allem von August bis Oktober, mit dem höchsten Risiko im September, besonders in Okinawa, Kyushu und an der Pazifikküste.