Internet in Japan: eSIM, Pocket-WLAN oder SIM-Karte

Zuverlässiges Internet in Japan erleichtert die ganze Reise: Karten, Fahrpläne, Übersetzungen, Restaurantreservierungen und der Ankunfts-QR-Code hängen davon ab. Die Abdeckung ist in Städten und entlang der Bahnstrecken hervorragend, auch in den meisten U-Bahn-Stationen, und 5G ist in Ballungsräumen verbreitet. Bleibt die Frage, wie man sich verbindet.

Die Möglichkeiten im Vergleich

OptionIdeal fürWichtig zu wissen
eSIMDie meisten Reisenden mit aktuellem HandyVor der Abreise installiert, keine physische Karte, meist nur Daten
Pocket-WLANGruppen oder mehrere GeräteKleiner Router zum Abholen und Zurückgeben, muss geladen werden
SIM-KarteHandys ohne eSIMAn Flughäfen und in Elektronikmärkten erhältlich
RoamingKurze Reisen, EinfachheitKann teuer sein; Tagesoptionen des Anbieters prüfen

eSIM

Eine eSIM ist ein digitales SIM-Profil, das per QR-Code aufs Handy geladen wird. Sie lässt sich zu Hause installieren und bei der Landung aktivieren, sodass die Verbindung am Gate steht. Das Handy muss entsperrt und eSIM-fähig sein. Tarifwahl und Einrichtung erklärt der eSIM-Ratgeber.

Pocket-WLAN

Ein Pocket-WLAN-Router verbindet mehrere Handys, Tablets und Laptops gleichzeitig. Das ist praktisch für Familien, doch das Gerät muss am Flughafen abgeholt oder ins Hotel geliefert, täglich geladen und am Ende zurückgegeben werden. Trennt sich die Gruppe, bleibt nur online, wer den Router trägt.

Kostenloses WLAN

Kostenloses WLAN gibt es in großen Bahnhöfen, Flughäfen, Convenience Stores, vielen Cafés und den meisten Hotels. Manche Netze verlangen eine kurze Registrierung per E-Mail. Als Notlösung ist das praktisch, zwischen den Hotspots ist die Abdeckung jedoch lückenhaft, eine eigene Verbindung bleibt zuverlässiger.

Telefonnummer und Anrufe

Die meisten Reise-eSIMs und SIM-Karten enthalten nur Daten, keine japanische Telefonnummer. Messenger und Internettelefonie funktionieren normal. Eine lokale Nummer braucht man selten, manche Restaurantreservierungen oder Taxi-Apps verlangen aber eine; dann hilft ein Tarif mit Telefonie und SMS.

Wie viel Datenvolumen?

Karten, Messenger und Surfen verbrauchen etwa 0,5 bis 1 GB pro Tag. Videostreaming oder das Hochladen vieler Fotos brauchen deutlich mehr. Für zwei Wochen Internet in Japan reichen den meisten Reisenden 10 bis 20 GB, Vielnutzer greifen zu unbegrenzten Tarifen.

Vor der Abreise

Prüfen, ob das Handy entsperrt ist, die eSIM im heimischen WLAN installieren und Offline-Karten der geplanten Städte herunterladen. Eine Übersetzungs-App mit Offline-Paket, eine App für Zugverbindungen und ein Lesezeichen für die Ankunftsregistrierung sind am nützlichsten. Im Winter entladen sich Akkus schneller, eine Powerbank gibt dann Sicherheit.

Unterwegs arbeiten

Hotels, Cafés und Coworking-Spaces bieten in den Städten gutes WLAN. Wer remote arbeitet, kombiniert häufig eine eSIM mit Hotspot-Funktion und das Hotel-WLAN als Reserve. Für Videokonferenzen eignen sich die ruhigen Arbeitsbereiche in vielen Kaufhäusern und Bahnhöfen, die oft auch Steckdosen bereitstellen. Wer sicher gehen will, testet die Verbindung vor wichtigen Terminen und hält einen zweiten Zugang bereit. Wer mehrere Länder bereist, findet auch regionale eSIM-Tarife für Asien, die Japan einschließen. Für eine reine Japanreise sind lokale Tarife jedoch meist günstiger und bieten die bessere Netzabdeckung.

Datenschutz im öffentlichen WLAN

In offenen Netzen am besten keine Bankgeschäfte erledigen oder ein VPN nutzen. Die eigene eSIM-Verbindung ist in solchen Fällen die sicherere Wahl.

Ratgeber in diesem Bereich

Offizielle Quelle: Japanische Fremdenverkehrszentrale (JNTO)

Häufige Fragen

Ist das Internet in Japan schnell und zuverlässig?

Ja. Mobilnetze decken Städte, Bahnstrecken und die meisten Sehenswürdigkeiten mit 4G und 5G ab, mit einigen Lücken in den Bergen.

Reicht kostenloses WLAN für eine Japanreise?

Als Ergänzung ja. Hotspots gibt es in Bahnhöfen, Hotels und Convenience Stores, die Abdeckung ist aber nicht durchgehend.

Was ist besser, eSIM oder Pocket-WLAN?

Eine eSIM passt für die meisten Einzelreisenden mit kompatiblem Handy, Pocket-WLAN für Gruppen, die eine Verbindung teilen.