Japan Rundreise: die Route richtig planen

Eine gute Japan Rundreise verbindet bekannte Städte mit ruhigeren Orten und lässt Zeit zum Bummeln. Auf der Karte wirken die Entfernungen kurz, doch jeder Hotelwechsel kostet einen halben Tag: Die Zahl der Stationen zählt mehr als die Zahl der Sehenswürdigkeiten.

Wie viele Tage pro Station

OrtEmpfohlene Dauer
Tokio3 bis 5 Tage
Kyoto3 bis 4 Tage
Osaka1 bis 2 Tage
NaraTagesausflug ab Kyoto oder Osaka
Hiroshima und Miyajima1 bis 2 Tage
Hakone und Fuji-Region1 bis 2 Tage
Kanazawa1 bis 2 Tage

Die klassische Route für die erste Reise

Die meisten ersten Reisen führen über Tokio, die Region um den Fuji, Kyoto, Nara und Osaka, manchmal ergänzt um Hiroshima. Wer in Tokio ankommt und ab Osaka zurückfliegt, muss keine Strecke doppelt fahren. Die Routen für 1 bis 3 Wochen zeigen diesen Weg in drei Varianten.

Regionen zum Ergänzen

  • Japanische Alpen: Takayama, Shirakawa-go und Kanazawa zwischen Tokio und Kyoto.
  • Tohoku: Nikko, Sendai und die Onsen des Nordens.
  • Kyushu: Fukuoka, Nagasaki und die Vulkane bei Kagoshima.
  • Shikoku: die Tempel des Pilgerwegs und die nahe Kunstinsel Naoshima.
  • Hokkaido: Natur im Sommer, Skifahren im Winter.
  • Okinawa: Strände und eine eigene Kultur, per Flugzeug.

Jahreszeit und Tempo

Zur Kirschblüte und im Herbst ist Kyoto sehr voll: Ein ruhigeres Viertel als Unterkunft und frühe Besuche der bekannten Tempel helfen gegen den Andrang. Im Sommer Pausen in Innenräumen oder einen Aufenthalt in den Bergen einplanen, im Winter Schneeregionen mit Städten kombinieren.

Tipps für eine reibungslose Reise

  • Koffer beim Stadtwechsel per takkyubin vorausschicken.
  • Pro Woche einen freien Tag für Erholung oder Regen lassen.
  • Beliebte Museen und Erlebnisse wie eine Teezeremonie vorab buchen.
  • Vor dem Kauf prüfen, ob ein Bahnpass zur Route passt.

Der Tagesrhythmus

Vormittags ein Viertel, nachmittags ein anderes und abends Essen und Spazieren: Dieser Rhythmus verhindert Erschöpfung. In Kyoto sind die Tempel zwischen 7 und 8 Uhr deutlich ruhiger. An Reisetagen genügt eine große Besichtigung. Wer Großstädte und ruhige Orte abwechselt, etwa mit einer Nacht in Hakone, Kinosaki, Kusatsu oder in einem Tempel auf dem Koyasan, gibt einer städtelastigen Japan Rundreise mehr Tiefe.

Regentage und Pausen

Museen, Kaufhäuser, Aquarien, überdachte Einkaufsstraßen und Onsen sind gute Optionen bei schlechtem Wetter. Ein leichterer Tag alle vier bis fünf Tage schont die Kräfte und lässt Raum für spontane Entdeckungen.

Individuell oder geführt

Dank der Züge und englischer Beschilderung ist individuelles Reisen einfach. Gruppenreisen passen zu allen, die alles abgeben möchten, Fachwissen suchen oder schlecht angebundene Regionen besuchen.

Budget und Bahnpass abstimmen

Erst wenn die Route steht, lohnt die Entscheidung über einen Bahnpass. Wer nur zwischen Tokio, Kyoto und Osaka pendelt, fährt mit Einzeltickets meist günstiger; mit Kanazawa, Hiroshima oder Tohoku kann sich der 7-Tage-Pass rechnen.

Ein Beispiel für zehn Tage

Vier Tage Tokio mit einem Ausflug nach Kamakura, eine Nacht in Hakone, drei Tage Kyoto mit Nara und zwei Tage Osaka ergeben eine entspannte Route für zehn Tage. Wer mehr Zeit hat, ergänzt Hiroshima oder die Japanischen Alpen.

Ratgeber in diesem Bereich

Offizielle Quelle: Japanische Fremdenverkehrszentrale (JNTO)

Häufige Fragen

Wie viele Tage braucht eine erste Japan Rundreise?

Zehn Tage bis zwei Wochen reichen für Tokio, Kyoto und Osaka mit ein oder zwei Ausflügen, ohne zu hetzen.

Ist die Ankunft in Tokio oder Osaka besser?

Beides funktioniert. In der einen Stadt ankommen und von der anderen abfliegen spart Rückwege und Zeit.

Sollte man Hotels früh buchen?

Ja, besonders in Kyoto und in der Hochsaison, wenn gut gelegene Hotels Monate vorher ausgebucht sind.