Japanischer Yen: Scheine, Münzen und Bezahlen

Der japanische Yen (¥, JPY) ist die einzige in Japan akzeptierte Währung. Fremdwährungen nehmen Geschäfte nicht an, bezahlt wird daher in Yen per Karte, IC-Karte oder bar. Wer Scheine und Münzen kennt, zahlt an Automaten und in kleinen Lokalen schneller.

Japanischer Yen: Scheine und Münzen

ArtWerteHinweis
Münzen1, 5, 10, 50, 100 und 500 ¥Die 5- und 50-Yen-Münzen haben ein Loch in der Mitte
Scheine1.000, 5.000 und 10.000 ¥2.000-Yen-Scheine gibt es, sie sind aber selten

Seit Juli 2024 sind neue Banknoten im Umlauf: Shibusawa Eiichi auf dem 10.000-Yen-Schein, Tsuda Umeko auf dem 5.000-Yen-Schein und Kitasato Shibasaburo auf dem 1.000-Yen-Schein. Ältere Scheine bleiben gültig, auch wenn manche alte Automaten erst umgerüstet werden mussten.

Japanischer Yen: wo man ihn bekommt

  • Geldautomaten: am bequemsten; Automaten in 7-Eleven-Filialen und Postämtern akzeptieren die meisten ausländischen Karten.
  • Flughäfen: Wechselstuben in Narita, Haneda und Kansai öffnen zu den meisten Ankünften, mit durchschnittlichen Kursen.
  • Banken und Wechselstuben: in Städten, mit unterschiedlichen Kursen; teils wird der Pass verlangt.
  • Vor der Abreise: ein kleiner Betrag aus Deutschland deckt die erste Fahrt und die erste Mahlzeit.

Mit Karte und Handy bezahlen

Karten werden in den meisten Hotels, Kaufhäusern, Ketten und Bahnhöfen akzeptiert. Bietet ein Terminal die Abbuchung in Euro an, vermeidet die Wahl des japanischen Yen meist einen zusätzlichen Umrechnungsaufschlag. Apple Pay und Google Pay funktionieren überall, wo kontaktlos bezahlt werden kann, und IC-Karten wie Suica lassen sich aufs Handy laden.

Bargeld-Gepflogenheiten

Geld legt man in die kleine Schale am Tresen, statt es direkt zu überreichen. Scheine werden vor dem Kunden gezählt, das Wechselgeld kommt auf demselben Weg zurück. Münzen sammeln sich schnell, sie eignen sich für Schließfächer, Busse, Automaten und Opfergaben.

Wechselkurs und Budget

Der japanische Yen ist seit 2022 gegenüber dem Euro relativ schwach, was Japan für viele Besucher günstiger macht. Die Kurse schwanken täglich, daher vor der Budgetplanung einen aktuellen Kurs prüfen und einen Puffer einrechnen. Der Ratgeber zu den Reisekosten nennt typische Preise in Yen.

Bargeld bei der Einreise

Bargeld, Schecks oder Wertpapiere über insgesamt 1.000.000 ¥ müssen bei Ein- und Ausreise beim Zoll angemeldet werden. Kleinere Beträge sind formlos.

Praktische Tipps

  • 1.000-Yen-Scheine und Münzen für Busse bereithalten, wo Wechselgeld für große Scheine knapp ist.
  • Automaten nehmen 10.000-Yen-Scheine, kleine Läden bevorzugen bei kleinen Beträgen kleinere Scheine.
  • Viele Tempel und Schreine akzeptieren nur Bargeld.

Münzen im Alltag

Am nützlichsten ist die 100-Yen-Münze: Schließfächer, Automaten und kleine Einkäufe. In 100-Yen-Läden wie Daiso kosten Reiseartikel und Snacks 110 ¥ inklusive Steuer, eine gute Adresse für günstige Mitbringsel. So bleibt am Ende der Reise kaum japanischer Yen übrig, den man nicht mehr nutzen kann.

Kurz zusammengefasst

Der japanische Yen wird fast überall in bar und mit Karte akzeptiert. Eine Mischung aus IC-Karte, Kreditkarte und etwas Bargeld deckt nahezu jede Situation auf der Reise ab. Ein Portemonnaie mit großem Münzfach erleichtert den Umgang mit den vielen Münzen erheblich, besonders an Automaten und an der Kasse. Übrig gebliebene Scheine lassen sich zu Hause bei der Bank zurücktauschen, Münzen meist nicht. Weitere praktische Hinweise finden Sie in den passenden Ratgebern weiter unten.

Offizielle Quelle: Japanische Fremdenverkehrszentrale (JNTO)

Häufige Fragen

Wie bekommt man bei der Ankunft am besten Yen?

Am Automaten in 7-Eleven-Filialen oder Postämtern abheben, am Flughafen oder in der Stadt. Der Kurs ist oft besser als in Wechselstuben.

Sind alte Scheine des japanischen Yen noch gültig?

Ja. Scheine aus der Zeit vor der Neugestaltung im Juli 2024 bleiben gesetzliches Zahlungsmittel.

Kann man ausländische Münzen in Japan wechseln?

In der Regel nicht. Wechselstuben nehmen nur Scheine an, ausländische Münzen also ausgeben oder zu Hause aufbewahren.